Pulled Pork vom Gasgrill

by Paul Falkenthal
Pulled Pork vom Gasgrill

Pulled Pork vom Gasgrill – eine Anleitung mit Tipps und Tricks

Es muss nicht unbedingt ein Smoker sein, um ein leckeres Pulled Pork herzustellen. Pulled Pork aus dem Gasgrill funktioniert auch, benötigt aber etwas Zubehör und Überwachung.

Zu den grundsätzlichen Fragen z.B. “wie lange braucht Pulled Pork”, “wie viel Pulled Pork brauche ich”, bei welcher Temperatur es gemacht wird usw. empfehle ich euch diesen Beitrag.

Wie bei allen Zubereitungsmethoden beginnt man damit, das Fleisch zu würzen. Als Rub bietet sich z.B. Magic Dust an. Im Anschluss könnt ihr das Pulled Pork spritzen/injezieren, ich halte das aber nicht für nötig.

Wie gelingt das Pulled Pork vom Gasgrill?

Wichtig ist, dass ihr die Temperatur konstant halten könnt. Schaut nach, ob genug Gas in der Gasflasche ist – eine banale, aber immens wichtige Sache. Dann solltet ihr dafür sorgen, dass der Grill einigermaßen windgeschützt steht. Gerade bei einem Gasgrill sorgt Wind für Schwankungen.

Unerlässlich ist ein Thermometer für das Pulled Pork aus dem Gasgrill. Natürlich zum einen für das Fleisch, aber vor allem zur Überwachung der Temperatur im Garraum. Ziel sollte eine Temperatur um die 120 Grad sein.

Welcher Gasgrill ist nötig?

Für Pulled Pork vom Gasgrill empfiehlt sich ein Grill mit mindestens 3 Brennern. So hat man genügend Platz für das Fleisch, denn es muss im indirekten Bereich liegen und für das Räucherzubehör (siehe unten).

Wie erzeuge ich Rauch auf dem Gasgrill?

Auch bei Pulled Pork aus dem Gasgrill müsst ihr nicht auf den typischen Rauchgeschmack verzichten. Abhilfe sorgen hierbei jede Menge Gadgets aus dem Zubehörmarkt. Es gibt Smokerboxen, Smokepipes, man kann sich sowas aber auch leicht selbst basteln. Zwei Einweg-Aluschalen (übereinanderlegen, in die obere Löcher stechen) oder sogar ein Stück Alufolie (Räucherchips einwickeln, ein paar Löcher reinstechen) wäre möglich.

Hier mal ein Bild einer Smokebox:

Pulled Pork vom Gasgrill
Welches Holz macht Sinn?

Für die genannten Zubehörteile eignen sich vor allem Räucherchips. Ich empfehle Sorten wie Hickory (typischer Rauchgeschmack), Apfel oder Kirsche (etwas milder).

Soll ich die Räucherchips wässern?

Generell gilt: wir wollen das Fleisch räuchern und nicht mit Wasserdampf umhüllen.  Oftmals liest man, dass die Chips länger halten würden, wenn sie gewässert sind – ein Irrtum. Der Unterschied, wenn es ihn überhaupt gibt ist äußerst minimal.

Wie lange halten die Räucherchips?

etwa 20-30 Minuten, je nach Menge und vor allem nach Hitze unter der Smokerbox. Und hier liegt das zweite, kleinere Problem beim Pulled Pork vom Gasgrill. Man sagt, dass das Fleisch bis zu einer Temperatur von 70 Grad den Rauch aufnehmen kann, das ist in der Regel nach 3-4 Stunden der Fall. Man muss also Räucherchips nachlegen – das muss man bei der Vorbereitung seines Grills beachten. Man muss gut an die Smokerbox etc. rankommen.

Und so könnte das Setup aussehen: (auf dem Bild ist das Fleisch bereits etwas im Rauch gewesen)

Pulled Pork vom Gasgrill

Pulled Pork vom Gasgrill
Drucken
5 von 1 Bewertung

Pulled Pork vom Gasgrill

klassisches BBQ vom Gasgrill
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit15 Stdn.
Total15 Stdn. 10 Min.
Gericht: Hauptgericht
Land & Region: Amerikanisch
Keyword: BBQ, Gasgrill, Pulled Pork
8 Personen
Kalorien: 168kcal
Autor: Paul Falkenthal

Equipment

  • Gasgrill mit Deckel
  • Räucherbox o.Ä.
  • Edelstahlform z.B. Koncis von Ikea oder vergleichbares
  • Vakuumiergerät

Zutaten

  • ca. 2,5 kg Schweinenacken am Stück
  • BBQ Rub, z.B. Magic Dust
  • BBQ Soße nach Wahl

Zubereitung

  • Wenn ihr die oben genannten Infos gelesen habt, wisst ihr im Prinzip schon fast alles.
  • Zuerst wird der Schweinenacken rundum mit dem BBQ Rub eingerieben. Wenn möglich über Nacht vakuumiert im Kühlschrank lagern. Fehlt die Zeit, kann das Fleisch auch direkt vor dem Grillen gewürzt werden.
  • Regelt den Grill auf etwa 110-120 Grad ein, nehmt euch genügend Zeit, um die richtige Einstellung zu finden. Hilfreich hierbei ist ein Thermometer mit zwei Fühlern - eins fürs Fleisch und eins zur Überwachung des Garraums, das Deckelthermometer ist leider nie genau genug.
  • Sorgt mit einer Räucherbox o.Ä. für den benötigten Rauch.
  • Danach kommt das Fleisch auf den Grill, am besten über einer geeigneten Ofenform, in die das austretende Fett tropfen kann, so bleibt der Grill sauber.
  • Nun heißt es "nur" noch abwarten und Geduld haben. Angestrebt wird eine Kerntemperatur von etwa 94 Grad. Wichtig ist hierbei aber auch der "Gefühlstest". Nutzt am besten den Fühler vom Thermometer - geht er ins Fleisch wie Butter, ist es fertig. Dies kann auch schon bei 92 Grad der Fall sein.
  • Das Fleisch sollte im Anschluss mindestens eine halbe Stunde ruhen, bevor es zerrupft - gepulled- werden kann.

Nährwerte

Serving: 100g | Calories: 168kcal

Das könnte Ihnen auch gefallen

Kommentieren Sie den Artikel

Rezept Bewertung